09.12.2017 - Jens Himmeldirk

1. Mannschaft vergibt Dreifache Führung gegen Ditib Verl

Am Donnerstagabend durfte die 1. Mannschaft im Nachholspiel gegen eine aus der Vergangenheit hochkarätig bestückte Truppe von Ditib Verl antreten. Nach dreimaliger Führung glich Ditib Verl in der letzten Minute der Nachspielzeit letztlich doch noch einmal aus und beide Mannschaften gingen mit dem 3:3 und einem Punkt nach Hause.

Die Jungs von der Dalke hatten früher fast allesamt schon deutlich höher gespielt und gingen dementsprechend selbstbewusst  in die Partie. Druffel dagegen setzte auf den mit Neu- Coach Jürgen Dreeschalück wieder gewonnenen Kampfgeist und einem sich langsam lichtenden Lazarett und hielt von der ersten Minute an voll dagegen. Es ging ruppig zur Sache, aber der Schiedsrichter hatte das Spielgeschehen jeder Zeit im Griff und pfiff selbst kleinere Fouls relativ schnell ab, so dass auch keine größeren Diskussionen auf beiden Seiten auftraten.

Am Spielfeldrand quetschten sich ca. 40 DSG- Anhänger unter die Eierheinz- Tribüne, denn von der ersten Sekunde an schüttete es wie aus Eimern und der eisige Nordwind peitschte allen Beteiligten den Regen um die Nase. Der Vorstand verlegte zur Feier des Tages seine Weihnachtsfeier vom Wiedenbrücker Weihnachtsmarkt auf den Druffeler Sportplatz um und servierte leckere Bratwurst + Glühwein aus dem Fass, so dass die Fans bei Laune gehalten wurden.

Druffel startete mit Rückenwind um kam Ein- ums andere Mal gefährlich vor das Verler Gehäuse, ohne in der Anfangsphase die Angriffe konsequent abschließen zu können. Auf der Gegenseite tat man sich mit dem rutschigen Geläuf und Druffeler Konterfußball schwer, so dass es zunächst beim 0:0 blieb.

Andre Willig war es, der in der 30. Spielminute endlich den 1:0 Führungstreffer für die DSG erzielte. Nach einem schönen Solo über links zirkelte er den Ball von der Sechszehnerkante in die lange Ecke. Kurz vor der Halbzeit hatte Druffel noch 2-3 weitere Einschussmöglichkeiten, während Ditib lediglich durch Standards gefährlich vor den Kasten von Florian Sandbothe kam.

Nach der Pause nahm das Spiel dann richtig an Fahrt auf. Zunächst der schnelle Ausgleich durch Dominik Brand zum 1:1 mit einem sehenswerten Fernschuss in Minute 49, dann direkt im Gegenzug der 2:1 Führungstreffer durch Johann Wolf, der wieder über links mustergültig bedient wurde und ebenso abgeklärt einnetzte.

Wieder nur 10 Minuten später war es ein Freistoß, der Ditib zum Ausgleich brachte. Erneut Brand aus ca. 25 Metern, der Ball schlug Bernd Steinlage unglücklich an den Rücken, so dass die Kugel unhaltbar in die falsche Ecke abgelenkt wurde.

Lange sah es nun so aus, als wollten sich beide Truppen mit dem Unendschieden begnügen. Doch erneut Johann Wolf knipste 4 Minuten vor Schluss, dieses Mal nach Vorarbeit über Rechts, zur 3:2 SG- Führung! Und dann wurde es hektisch: Ditib rannte an, Druffel knallte jeden Ball so weit es ging in die gegnerische Richtung. In der 90. Minute dann kurze Rudelbildung im Mittelfeld, der Schiri wollte einem Verler Spieler die gelbe Karte zeigen, die ihm aus der Hand geschlagen wurde. Ihm blieb keine Wahl, als diese unnötige Aktion mit glatt rot zu bestrafen und schickte den Mann vom Platz. Offen bleibt, ob der sein Samen dafür ausgereicht hätte, wen er im Anschluss alles fi…. wollte, doch das Spiel ging in die 6 minütige Verlängerung!

Auf Seiten der DSG gab es leider selten einen so bitteren Gegentreffer in der wirklich letzten Minute dieser Nachspielzeit. In Überzahl beging man im Mittelfeld einen unnötiges Foulspiel, der anschließende Freistoß segelte in den Strafraum und ein Verler Spieler köpfte wuchtig zum 3:3 Ausgleich ein, der letztlich sich wie eine Niederlage anfühlte.

Nach2-3 Glühwein im Dauerregen sah die Welt nun allerdings nicht mehr ganz so schlecht aus, der eine Punkt heute war redlich verdient, hilft im Abstiegskampf und auf die Leistung lässt sich zweifelsfrei weiter aufbauen.


Das nun letzte Spiel für 2017 findet am morgigen Sonntag um 14:30 Uhr an der Burg in Rheda- Wiedenbrück statt, in dem man versuchen wird, dem amtierenden Spitzenreiter Aramäer Wiedenbrück ein kleines Bein im Titelrennen zu stellen.